Monaco Cote d ' Azur im Urlaub besuchen

Besuch im Fürstentum Monaco

by michel

Ein Urlaub in Monaco kann gleichzeitig entspannend und aufregend sein. Neben Casinos, Luxusvillen, teuren Jachten und einem Fürstenpalast überzeugt Monaco seine Besucher durch eine hügelige und felsige, aber nicht weniger unnatürliche Landschaft.
Monaco-Grimaldi Felsen

Ein Blick zurück: Die Geschichte von Monaco

Monaco liegt unmittelbar an der französischen Mittelmeerküste. Die ersten Menschen, die sich in Monaco ansiedelten, waren die Ligurer, ein vorrömisches Volk. Damals bestand das heutige Monaco nur aus einer Festung. Im Laufe der Jahrtausende wurden die Ligurer von der Festung Monaco abgedrängt und verjagt. Danach ließen sich in Monaco die Griechen und die Phönizier nieder.

Bis die Grimaldis die Herrschaft in Monaco übernahmen, sollte noch viel Zeit ins Land ziehen. Es begann mit der Vertreibung der Familie aus Genua. Damals herrschten auf der Festung Monaco noch die Ghibellinen. Im Januar 1297 drangen die Grimaldis mit ihren Soldaten in Monaco ein und eroberten die Festung zum ersten Mal. Es folgten viele Jahre, in denen die Festung stark umkämpft war. Mal waren es die Genuesen, die in Monaco die Oberhand hatten, mal die Ghibellinen. Erst im Jahr 1419 fiel Monaco zurück an die Grimaldis. 70 Jahre später erkannte der französische König die Unabhängigkeit von Monaco an.

Monaco Grimaldifelsen

In den Zweiten Weltkrieg wurde Monaco involviert, als Mussolini Frankreich am 11. Juni 1940 den Krieg erklärte. Während der folgenden Kriegsjahre war Monaco auch lange Zeit von deutschen Truppen besetzt.
Die Verfassung, die in Monaco noch heute gilt, wurde 1962 verabschiedet. Im selben Jahr wurde in Monaco auch das Frauenwahlrecht eingeführt.

Die Herrschaft der Grimaldis in Monaco besteht bis heute. Am 31. März 2005 gingen die Regierungsgeschäfte von Fürst Rainier III auf seinen Sohn Albert II über. Monaco wurde wegen seines Bankgeheimnisses lange Zeit als eine Steueroase angesehen. Diesem hat die Europäische Kommission jedoch einen Riegel vorgeschoben, indem es Monaco auf die schwarze Liste der Steueroasen setzte.

Monaco kann für seine Besucher mit vielen Highlights aufwarten. Wer einmal hier ist, sollte sich vor allem die folgenden Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen:

Der Palast von Monaco wird Sie beeindrucken

Die Regierungsgeschäfte von Monaco werden in dem Fürstenpalast von Monaco geschlossen. Auch die Residenz des Fürsten von Monaco hat eine lange Geschichte hinter sich. Ende des 12. Jahrhunderts bauten die Genuesen auf dem Felsen le Rocher eine Befestigung, die ihnen zum Schutz dienen sollte. Als die Grimaldis die Festung in Monaco übernahmen, wurde der Bau der Genuesen zu einer Garnison umgestaltet. Im weiteren Verlauf entstand hieraus ein Palast, der durch Flügelbauten, Ehrenhof und Freitreppe nun auch ein repräsentatives Aussehen erhielt. Auf die Herrscher von Monaco wies von 1520 ein Grimaldi-Wappen hin, das an dem Hauptportal des Palastes angebracht wurde. Der Hauptraum wird von dem Thronsaal eingenommen. Neben dem Löwenthron und dem mit Marmor ausgelegten Fußboden ist hier eine Spiegel-Galerie eingerichtet worden.

Für die Besucher von Monaco ist ein Teil des Palastes öffentlich zugänglich gemacht worden. Interessant ist auch ein angeschlossenes Museum, das Zeugnis über die Herrschaft Napoleons in Frankreich gibt.

Lassen Sie sich im Ozeanographischen Museum von Monaco in eine andere Welt entführen

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Aus den vielen Museen in Monaco sticht besonders das Ozeanograhische Museum von Monaco hervor. Es wurde 1889 durch Fürst Albert I gegründet. Seine Lage ist recht ungewöhnlich. Das Museum liegt in einer Parkanlage, die in einem Felshang von Monaco-Ville angelegt wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der Palast des Fürsten von Monaco. Außer dem Museum befinden sich in dem Park noch viele exotische Pflanzen und ein Denkmal, das an den Stifter Fürst Albert I. erinnert.

Das Museum liefert den an Meereskunde interessierten Besuchern viele Informationen. Neben einem Feuerfisch lassen sich hier noch viele andere Tiere beobachten, die das Meer als ihren Lebensraum entdeckt haben.

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Besuchen Sie das Monte-Carlo Casino

Auch ein Besuch im Casino ist erlaubt, wenn Sie sich in Ihrem Urlaub in Monaco befinden. Das bekannteste Casino von Monaco ist die Spielbank von Monte Carlo. Dieses kennt man nicht nur in Monaco, sondern auf der ganzen Welt.

Die Gründung der Spielbank war im Jahr 1854. Seinerzeit wollte der damalige Fürst eine neue Einnahmequelle erschließen. Deshalb sprach er sich für eine Lizenz aus. Es sollte aber noch über zwei Jahre dauern, bis dort auch der Spielbetrieb aufgenommen wurde. Die ersten Gehversuche erwiesen sich als Flop. Die ursprünglichen Gründer gaben ihre Lizenz ab. Auch in den Folgejahren brachte die Spielbank kein Geld ein. Das Verlustgeschäft sollte trotz mehrerer Versuche – darunter auch die Idee, ein schwimmendes Mega-Casino in Monaco zu bauen – bis heute bestehen bleiben.

Monaco-Ville: der Ursprung des Fürstentums Monaco

Monaco-Ville ist nicht nur der älteste Stadtteil im Fürstentum. Mit 0,2 Quadratkilometern ist er auch der kleinste Bezirk. Hier sind heute noch Teile der ursprünglichen Befestigung sichtbar. Bis zum Jahr 1917 galt dieser Teil von Monaco als eine separate Gemeinde. Heute glänzt dieses Areal vor allem durch den Palast des Fürsten von Monaco. Deshalb strömen auch viele Touristen und Einheimische nach Monaco-Ville, um sich die Wachablösung anzuschauen, die hier jeden Tag um genau 11:55 Uhr vollzogen wird.

Monaco-Jachten

Wofür Monaco noch bekannt ist

Monaco ist bekannt für die Stadt der Reichen und Schönen. Das wird auch deutlich, wenn Sie an der Promenade des Jachthafens Port Hercule im Stadtbezirk La Condamine vorbeischlendern und sich die über 700 Boote ansehen, die hier Platz haben. Der Hafen wurde im Jahr 1926 fertiggestellt. In den 1970er Jahren folgte eine grundlegende Sanierung.

Neben dem Besuch des Jachthafens können Sie sich noch weitere Aktivitäten in Monaco vornehmen. Einmal im Jahr dröhnen hier die Motoren der Formel 1 beim Großen Preis von Monaco. Für die aktiven Freunde des Fahrradsports lädt die Strecke Grand Prix von Monaco zu einer interessanten Tour ein. Wer sich lieber im Wasser aufhält, dem sei der Swim The Riviera empfohlen. Hier bietet eine atemberaubende Landschaft aus Berg und Meer viele Möglichkeiten zu einem längeren Verbleib.

Monaco ist in jedem Fall einen Besuch wert. Nehmen Sie sich nach Möglichkeit Zeit. Monaco ist auch als Tagesbesuch sehr zu empfehlen. Von den nahe gelegenen Küstenorten wie beispielsweise Saint Tropez, Nizza oder Frejus ist Monaco mit dem Auto gut zu erreichen. Bei Nutzung der Autobahn (übliche Mautgebühren) dauert die Fahrt von Frejus nach Monaco ca. 1 bis 1,5 Stunden, wobei die aktuelle Verkehrslage und Tageszeit eine Rolle spielt.

Bildquellen:
© Michaela Weigelt – alle weiteren Bilder
© Hans – Pixabay Prinzenpalast, Casino
© Iolo – Pixabay Ansicht Grimaldifelsen
© SurkovDimitri – IStock – Ozeanographisches Museum

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