Private Krankenversicherung für Selbstaendige

Private Krankenversicherung für Selbständige

by michel

Private Krankenversicherung

Als Absicherung kann auch eine private Krankenkasse gewählt werden. Im Gegensatz zu einer freiwilligen Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung für Selbständige müssen hier keine Einkommensgrenzen beachtet werden.

Eine private Krankenversicherung ist mit einer schnellen Terminvergabe und kurzen Wartezeiten verbunden. Für den Eintritt in die private Krankenversicherung ist es erforderlich, dass der Selbständige sich von der gesetzlichen Krankenversicherung befreien lässt. Dieser Schritt ist unwiderruflich. Ein Rückkehr für den Selbständigen wäre in diesem Fall nur noch möglich, wenn er sich in ein festes Beschäftigungsverhältnis – kein Minijob – begibt.

Übt der Unternehmer seine selbständige Tätigkeit nur nebenberuflich aus, gilt für ihn die Krankenversicherung seiner Hauptbeschäftigung. Um eine Krankenversicherung für Selbständige braucht er sich in diesem Fall nicht zu kümmern.

Die private Krankenversicherung bringt dem Selbständigen viele Vorteile. Sollte er im Krankenhaus liegen, wird er unter Umständen vom Chefarzt behandelt und muss sich sein Zimmer mit höchstens einem anderen Patienten teilen. Für Zahnersatz und andere Behandlungen beträgt die Kostenerstattung zwischen 80 und 100%. Der Anspruch auf Krankengeld kann als Absicherung für Selbständige in der privaten Krankenversicherung mitversichert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Krankenversicherung für Selbständige ist die Regelung zur Eigenbeteiligung. Als Angestellter bekommt der Patient die Hälfte der Kosten vom Arbeitgeber erstattet, da dieser sich an den monatlichen Beiträgen zur Sozialversicherung beteiligt. Von diesem Vorteil kann ein selbständiger Unternehmer nicht profitieren. Er muss den Beitrag zu 100% alleine tragen. Ist die Selbstbeteiligung hoch, wirkt sich dies auf die Höhe des monatlichen Beitrags aus. Die Kosten sinken immens.

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Selbständige müssen die Wartezeiten im Auge behalten werden, in denen die Krankenversicherung keine oder nur begrenzte Kosten trägt. Ebenso wichtig ist die Gesundheitsprüfung, die der Selbständige ablegen muss, bevor er in die private Krankenversicherung aufgenommen wird.

Die Gesundheitsprüfung wird von jeder privaten Krankenversicherung vorgenommen, um aus dem Gesundheitszustand des neuen Mitglieds das eigene Risiko abschätzen zu können. Der Selbständige muss Fragen zur Vorerkrankungen beantworten und weitere Informationen geben.

Neben den Vorteilen der privaten Krankenversicherung ist die Entwicklung der monatlichen Beiträge ein wichtiger Punkt. Während die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung nach den oben genannten Kriterien berechnet werden, kann die Entwicklung der Beiträge in einer privaten Versicherung entsprechend dem wachsenden Alter variieren. Gerade in der Vergangenheit monierten viele Privatversicherte über steigende Beiträge bei steigendem Alter und somit bei steigender Krankheitsanfälligkeit. Daher sollte man entsprechende Angebote auch hinsichtlich der langfristigen Entwicklung von Beiträgen ausgiebig prüfen.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient nicht der Rechtsberatung.  Die Themen wurden bei Erstellung ausführlich recherchiert, bilden aber unsere persönliche Meinung ab und sollen einen Überblick über das jeweilige Thema bieten. Da sich die Voraussetzungen fortlaufend ändern und für jedes Unternehmen besondere Voraussetzungen gelten können, dienen diese Beiträge einem ersten Überblick. Alle Angaben und Inhalte gelten daher ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit und ohne Haftungsanspruch.  Für eine adäquate Beratung hinsichtlich Ihres Unternehmens wenden Sie sich bitte an eine themenspezifische Beratungsstelle in Ihrer Nähe wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) oder Handwerkskammer (HWK) oder einen Steuerberater Ihrer Wahl.

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